Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern. (Mt 10,27)

 

 

 

 

Information der Kirchenpflege zur Benützung der Räume/Kirche im Pfarreizentrum St. Mauritius

Nach der Bekanntgabe der neuen, schrittweisen Lockerungen des Bundesrates betreffend Corona-Virus-Massnahmen hat die Kirchenpflege, zusammen mit unserem Pfarrer und dem Sakristan / Hauswart, das weitere Vorgehen, über die Wiederbenützung unserer Räume diskutiert. Dabei haben wir uns auf die Empfehlungen der Schweizer Bischofskonferenz und unseres Bistums abgestützt. Die 2 Meter Abstandsregel und die Hygienemassnahmen sind in der Durchführung schwer umsetzbar und mit sehr viel Aufwand und Kontrollmassnahmen verbunden, und bei Zusammenkünften von Gruppen schwer umzusetzen. Wir wollen die Sicherheit weiterhin gewährleisten und das Risiko von Neuansteckungen mit allen Möglichkeiten ausschliessen

Deshalb haben wir entschieden, alle Räume für alle Anlässe, welche wir zur Verfügung stellen und von unseren verschiedenen Gruppen gemietet werden, erst nach den Sommerferien, das heisst ab dem 17. August 2020 freizugeben. Dies bezieht sich auf Chöre, Vereine usw.

Der Schweizerische Kirchengesangsbund empfiehlt den Chören aus Rücksicht auf die nach wie vor unsichere Situation, bis zu den Sommerferien auf gesangliche Aktivitäten zu verzichten.
Wenn es die Situation erlaubt, können wir dann mit neuem Elan und hoffentlich mit weniger Schutzmassnahmen und Auflagen, in ein für uns alle erfreuliches neues Schuljahr 2020/21 starten Einzig die Liturgiefeiern finden wieder seit den 28. Mai 2020 bei uns statt. Dies aber auch mit sehr strengen Schutz- und Kontrollmassnahmen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und wünschen, dass wir uns alle nach den Sommerferien, ungehindert in all unseren Räumlichkeiten frei bewegen und gemütlich zusammensitzen können.

Vielen Dank für Ihre Kenntnisnahme.

Die Kirchenpflege der Kath. Kirchgemeinde St. Mauritius im Furttal

Schutzmassnahmen für den Gottesdienstbesuch

Die Heiligen Messen sind seit dem 28. Mai wieder öffentlich besuchbar, unterliegen dabei jedoch einigen Schutzmassnahmen, welche vom BAG und der SBK festgelegt wurden. Die SBK schreibt dazu: «Der Gottesdienstbesuch und der Infektionsschutz sollen gleichermassen gewährleistet werden. Darum fordert die Schweizer Bischofskonferenz alle Gläubigen auf, in Selbstverantwortung ihren Teil zur Eindämmung dieser Pandemie beizutragen.» und weiter: «Die Schutzmassnahmen sind nötig und sinnvoll, um in verantwortungsvoller Weise schrittweise das kirchliche und spirituelle Leben in unserem Land wieder zu normalisieren. Die Einschränkungen entsprechen einer recht verstandenen Selbst- und Nächstenliebe. Sicherlich wird es noch eine Weile dauern bis zu einem vollen kirchlichen und religiösen Leben. Dabei sind die öffentlichen Gottesdienste – und religiösen Veranstaltungen – nur ein Teil davon, was das Christsein ausmacht. Auch die vielen familiären und nachbarschaftlichen Formen des Glaubenslebens, das Gebet und die gottesdienstliche Feier zu Hause gehören dazu.» (Das komplette Schutzkonzept des Bistums Chur finden Sie hier).

Die wichtigsten Massnahmen sind nachfolgend aufgelistet.

  • Um die Abstandsregelung zu gewähren, sind die Plätze in der Kirche stark begrenzt - bitte beachten Sie die Markierungen an den Stühlen (Familien werden nicht getrennt). Aus diesem Grund bitten wir Sie, frühzeitig zu erscheinen, damit die Platzfindung möglichst reibungslos und vor Beginn der Messe geschieht. Eine Reservierung ist zum Entstehungszeitpunkt dieser Ausgabe nicht nötig. Sollten Gläubige wegen Überfüllung keinen Einlass bekommen, werden Sie gebeten auf einen anderen Gottesdienst auszuweichen.
  • Bisher ist keine Registrierung der Gottesdienst-Besucher nötig.
  • Die staatlichen Hygiene- und Abstandsregeln sind strikt zu befolgen. Dies bedeutet v.a., dass sich die Gläubigen vor dem Gottesdienst die Hände an den bereitgestellten Spendern desinfizieren. Der Abstand von 2 Metern zu anderen Kirchbesuchern muss eingehalten werden. Allgemein ist den Anweisungen der Hilfskräfte Folge zu leisten. Bei Fragen können Sie sich jederzeit an diese wenden.
  • Während der Liturgie: Achten Sie bitte beim Gang zur Kommunion auf den einzuhaltenden Abstand und die Markierungen. Auf Mundkommunion wird weiterhin verzichtet. Der Austausch des Friedensgrusses entfällt. Der Gemeindegesang wird stark reduziert, daher liegen auch keine Gesangsbücher aus.
  • Das Verweilen in Gruppen vor und nach dem Gottesdienst sind auf dem Pfarreigelände untersagt.
  • Gläubige, die krank sind oder sich krank fühlen, werden gebeten dem Gottesdienst fern zu bleiben. Das Gebet zu Hause in den Familien, aber auch von Alleinstehenden soll weiter gepflegt oder neu entdeckt werden.

SONSTIGE VERANSTALTUNGEN

Alle Veranstaltungen ausserhalb der Liturgien (z.B. Mauritius-Tisch, Jass- oder Senioren-Nachmittage) entfallen vorerst bis August, da wir aus Sicherheitsgründen die weitere Entwicklung der Fallzahlen nach den vorsichtigen Lockerungen des BAG abwarten möchten. Ebenso bleibt das Bistro bis auf weiteres geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Pfarrei St. Mauritius während der Coronazeit - ein Rückblick

 

Pfarrer Remo Eggenberger liest die Messe wie jeden Tag. Die Kirche ist wie immer mit frischen Blumen dekoriert. Auch der Sakristan ist da. Doch die vielen Stühle bleiben leer. Seit ein paar Wochen sind die Gemeindemitglieder angehalten, daheim zu bleiben. Die gemeinsamen Gottesdienste sind gestrichen, seitdem sich das Corona-Virus ausgebreitet hat. Am 17. März beschloss der Bundesrat einen Lockdown mit einem Versammlungsverbot bis auf weiteres. Wahrlich eine spezielle Zeit, die wir alle erleben.

Doch was bedeutet dies konkret für die Pfarrei? Wie geht es weiter? Gerade auch in der für die Kirche wichtigen Osterzeit? Wackelt nun gar das Glaubensfundament?

«Erst dachte ich, dass ich keine Messe mehr habe. Dann habe ich sie daheim für mich allein gefeiert. Das mache ich in den Ferien ja auch» erzählt Pfarrer Remo Eggenberger. Doch dass auf die Länge etwas fehlen wird, wurde ihm schnell bewusst. Da völlig ungewiss ist, wie lange es dauert, bis er wieder vor der versammelten Gemeinde sprechen kann, hat er Massnahmen ergriffen. Zuerst lud er einen Kollegen zur Messe ein, dann wurde ein erster Gottesdienst über die Online-Plattform Zoom gefeiert und schliesslich entschied man sich, die Gemeindemitglieder per Livestream über YouTube zu erreichen. Am Palmsonntag wurde die erste Messe via Internet ins Wohnzimmer der Gemeindemitglieder gesendet.

Ermöglicht wurde dies auch durch den Sakristan Marcel Walder, der nebst seinen gewohnten Tätigkeiten zum Kameramann berufen wurde. «Anfangs war es herausfordernd, die richtigen Knöpfe zu drücken und die Kamera ruhig zu führen» erzählt er. Mittlerweile hat er sich an den Ablauf gewöhnt. «Ich bin froh, dass wir etwas machen. Aber ich freue mich, wenn alles wieder normal wird und die Leute in den Gottesdienst kommen können» meint Walder.

Über die Heiligen Tage wurde der Livestream rege genutzt. Für die weniger Computer affinen Personen gab es auch die Möglichkeit, ein Radio zu bestellen. 100 Radios wurden von der Kirchenpflege bereit gestellt, auf denen das Programm von Radio Maria zu hören ist. So konnte, gerade auch in der Osterzeit, die frohe Botschaft von Jesus Christus gehört werden.

Damit alle Mitglieder erreicht werden, ist Remo Eggenberger mit dem ganzen Team der Pfarrei kreativ geworden. Not macht bekanntlich erfinderisch. Bald nach dem Lockdown brütete man beim Kaffee über Ideen, wie man die Gemeindemitglieder erreichen kann. Jeder vom Team sitzt an einem eigenen Tischchen, mit den obligaten zwei Metern Abstand dazwischen. Eine Situation, an die sich alle erst gewöhnen mussten. Doch die Stimmung im Team ist gut. «Wir sind zuversichtlich und fühlten uns von Anfang an von Gott getragen» meint Barbara Maria Schönbucher von der Sozial- und Jugendarbeit.

Zusammen mit der Reformierten Kirche Furttal, der Gemeinde Regensdorf und der Jugendarbeit Buchs wurde eine Nachbarschaftshilfe aufgebaut. Angebote wie einkaufen, mit dem Hund spazieren gehen oder Unterstützung beim Homeschooling waren praktischer Art und wurden gerne genutzt. Besonders Menschen, die zur Risikogruppen gehören und deshalb in Quarantäne mussten, waren froh um den Beistand. Priscylla Barros, eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern, war mit zwei Kindern im Schulalter daheim herausgefordert. Sie erkrankte zudem an einer akuten Lungenentzündung. Sehr dankbar äussert sie sich «Ich habe überhaupt nicht erwartet, dass die Katholische Kirche mir so zur Seite stehen wird». Für die überaus aktive Familie war es nicht einfach, so viel Zeit drinnen zu verbringen. Auch der 30. Geburtstag von Barros fiel in diese Zeit. Dass sie auf ein grosses Fest verzichten musste, nimmt sie gelassen. «Diese Phase hatte einen positiven Einfluss auf uns alle. Wir haben gemerkt, dass wir sehr wenig brauchen, um glücklich zu sein». Auch der Glaube an Gott hat der Schweizerin mit brasilianischen Wurzeln geholfen. «Ich konnte mich daran festhalten. Wenn meine Zeit kommen wird, werde ich gehen, ob mit oder ohne Corona». Ein starkes Statement für den Glauben.

Für die Mitglieder der Katholischen Kirche wurde zudem ein Hauslieferdienst angeboten. Sebastian Lasch nahm die Anrufe im Sekretariat entgegen. Rolf Knepper, Lucia Petros und Barbara Maria Schönbucher kümmerten sich um die speziellen Wünsche der Gläubigen. So wurde das ältere Ehepaar Klaus und Lotti Mazenauer vor Ostern mit der Osterkerze und Palmzweigen beliefert. Sie freuten sich über die persönlichen Besuche von Barbara Maria Schönbucher und den kurzen Schwatz am Fenster.
Derweil ist Lilly Zaja, Leiterin des pastoralen Bistros Hl. Verena zur Kräuterfrau berufen worden. Statt Kaffee auszuschenken, mixt sie nun altbewährte Heilmittel wie etwa Oregano-Öl. «Gott hat mich auf Oregano aufmerksam gemacht. Das Königskraut wirkt als natürliches Antibiotikum und gegen Influenza-Viren» erklärt Zaja. Mit der Pflanze stellt sie ätherisches Öl zur äusserlichen Anwendung her sowieso Speiseöl für Salat oder Pasta. Neu erhältlich ist bei der Pfarrei auch das Heilige Charbel Öl aus dem Libanon, welches die geistige und seelische Heilung begünstigt. Weitere praktische Gesundheitstipps zur Stärkung des eigenen Immunsystems hat die Pfarrei auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Ein zusätzliches Corona-Budget von 15’000 Franken wurde von der Kirchenpflege aufgestellt. «Damit wollten wir Menschen beschenken, die es nicht erwarten» sagt Kirchenpfleger Giovanni Catania. Zusammen mit Maria Constanti von «Helfen sie helfen» wurden die Insassen des Gefängnisses Pöschwies beschenkt. Auch die Mitarbeiter des Altersheims in Regensdorf erhielten liebevoll zusammengestellte Geschenke und empfingen so besondere Wertschätzung für ihre Arbeit. Die Überraschung war demnach gross. Viele riefen an und bedankten sich. «Sie merkten, mit wieviel Liebe die Geschenke gemacht waren» freut sich Catania.

Die seelsorgerliche Begleitung war mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden. Viele hatten grosse Mühe mit der Isolation. «Viele Menschen, auch junge, litten unter Einsamkeit und Ängsten. Manche hatten Panik aufgrund den Berichten in den Nachrichten» erzählt Barbara Maria Schönbucher. Auch sie selber erlebte Momente von Angst. Nicht vor dem Virus, sondern eher vor der Entwicklung der weltpolitischen Lage. Da half es ihr den Fokus auf Jesus zu richten. «Manchmal fühlte ich mich wie ein Jünger auf dem Boot mit Jesus im Sturm auf dem See Genezareth. Da spürte ich, wie Jesus mein Vertrauen möchte. Wenn ich komplett vertraue, dann darf ich erleben, dass es wieder ruhig wird in mir» meint Schönbucher. Diese Ruhe hilft ihr, andere aus Angst hinauszuführen und seelsorgerlich zu begleiten. Sie kann dieser Zeit auch viel Gutes abgewinnen. «Es sind mehr soziale Kontakte entstanden, der Glaube ist tiefer geworden und viele um mich herum sind Jesus näher gekommen» freut sich die herzliche Sozialarbeiterin.

Es ist positiv, wenn die Beziehung zu Jesus mehr Raum erhalten hat und seinen Worten Glauben geschenkt wird. «Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt» heisst es im Matthäus Evangelium (Matthäus 28,20). Mit dieser Verheissung kann hoffnungsvoll nach vorne geblickt werden.

Auch Giovanni Catania wurde in dieser Zeit persönlich gestärkt. Besonders die Familie hat an Stellenwert gewonnen. «Wir als Familie hatten mehr Zeit zusammen, assen immer zusammen, beteten zusammen. Es war eine Gnadenzeit» beschreibt er die Corona-Zeit. Auch für die Jugendlichen Lya Dell’Ana und Lara Correia hat die Familie an Bedeutung gewonnen. Die ganze Zeit gemeinsam im Haus zu sein, empfand Lya (14) als positiv «Ich habe es genossen, mit meiner kleinen Schwester zu spielen und habe auch gerne im Haushalt geholfen» sagt Lya (14). «Meine Familie ist mir in dieser Zeit sehr wichtig geworden. Es kam nie Langeweile auf» meint Lara (14). Auch der Glaube spielt eine Rolle in ihrer beider Leben. «Er gibt mir Hoffnung, dass alles wieder gut wird» meint Lara. «Mir hilft der Glaube, er beruhigt mich. Wenn ich bete, kann ich besser einschlafen« sagt Lya. Es klingt, als wäre die Apostelgeschichte wieder real geworden. Aus dem Buch wird auch bei der Ostermesse gelesen. Es ist die Geschichte der ersten Christen. Sie teilten ihr Hab und Gut, brachen das Brot in ihren Häusern, assen gemeinsam und lobten Gott mit aufrichtigen Herzen. So wurde Gottesdienst gefeiert (Apostelgeschichte 2, 42-47) und so wird er auch jetzt gefeiert. Die Kirche ist also nicht (nur) ein Gebäude, sondern vor allem sind es die Menschen selber, die die Kirche bilden.

Wer Mühe hat, die Heilige Kommunion in dieser Zeit nicht vom Pfarrer empfangen zu können, der wird ermutigt, die Nähe von Jesus persönlich zu suchen durch den Empfang der geistlichen Kommunion. Für die Beichte und persönliche Seelsorge ist Pfarrer Remo Eggenberger jederzeit da und die Kapelle bleibt fürs Gebet offen.

Das Licht von Jesus scheint also mitten in die Corona-Krise hinein und lässt sich nicht auslöschen. «Das Volk, das im Dunkeln sass, hat ein helles Licht gesehen; denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen» (Matthäus 4,16). Dieser Vers aus dem Matthäus-Evangelium war die Grundlage für die Osterkerze, die auch dieses Jahr speziell von Pfarrer Remo Eggenberger gestaltet wurde. Ein schwungvolles rotes Kreuz hebt sich empor aus dem Dunkel und wird von hellem Licht umstrahlt. Es soll Jesus symbolisieren, der die Kraft des Todes sprengt und von den Toten auferstanden ist, erklärt der Pfarrer.

«Jesus lebt, er ist mit uns auf dem Weg, ich begegne ihm in der Geschichte meines Lebens. Vielleicht auch dort, wo ich mit meiner Geschichte nicht einverstanden bin. Wir haben alle Punkte in unserem Leben, die nicht so hell sind. Aber gerade dort begegnen wir ihm, dort will er unser Leben erleuchten und erlösen» sagt Eggenberger. So ist Ostern dann erlebbar, wenn ich bereit bin, mich so zu sehen wie ich bin und mich vom lebendigen Gott berühren zu lassen.

Diese Botschaft gilt nicht nur an Ostern, sondern das ganze Jahr über. An ihr kann nicht gerüttelt werden. Sie gilt, ob die Kirchenstühle leer sind oder nicht. So gesehen, wackelt der Glaube nicht - im Gegenteil - er hat bei vielen erst recht an Tiefe gewonnen.

Ja, so schnell wird wohl niemand den Anfang dieses neuen Jahrzehnts vergessen. Wohl gibt es in dieser Zeit Schwieriges und Herausforderndes, aber auch viel Positives. Die Medien sprechen mit einer gewissen Dramatik von einer «vor und nach Corona Zeit». Die gibt es wohl, doch ein Meilenstein in der Geschichte der Menschheit ist das nicht. «Es gibt nur EIN Vorher und Nachher, welches wirklich wichtig ist und das ist die Auferstehung von Jesus Christus. Kein Ereignis - auch kein Corona Virus - ist grösser als Gott» sagt Pfarrer Remo Eggenberger. «Nichts kann uns von der Gottes Liebe trennen» (Römer 8,39).

Tina Schmidt

Danke für das Vertrauen in die Kirchgemeinde St. Mauritius

Die Kirchenpflege der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Regensdorf nimmt den Bericht über die Administrativuntersuchung mit Befriedigung zur Kenntnis. Die schweren Vorwürfe, mit denen sich die Kirchenpflege und der Pfarrer konfrontiert sahen, haben sich nicht erhärtet. Der Kirchenpflege und dem Pfarrer werden eine effiziente Zusammenarbeit und gute Leistungen attestiert.

Für das geschätzte Vertrauen, welches die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Pfarrei in den vergangenen Monaten der Kirchenpflege und dem Pfarrer entgegengebracht haben danken wir herzlich. Auch die Unterstützungen von Freiwilligen, Kindern, Jugendlichen und Eltern waren während dieser Zeit gut spürbar.

Die Administrativuntersuchung hat aber auch etliche Pfarreiangehörige verunsichert, doch sind sie unserer Kath. Kirchgemeinde treu geblieben, ihnen allen ein herzliches «Vergelt‘s Gott»!

Das Fazit der Aufsichtskommission der Katholischen Kirche Zürich zur Administrativuntersuchung ist in unserem Publikationsorgan «Furttaler“ und «Unterländer» am 30. April 2020 veröffentlicht worden und ist ebenfalls auf der Homepage der Kirchgemeinde St. Mauritius Regensdorf/Furttal aufgeschaltet.

Da der Untersuchungsbericht von der Aufsichtskommission der Geheimhaltung unterstellt wurde, können über konkrete Vorwürfe und die Details der Ergebnisse der Administrativuntersuchung keine weiteren Auskünfte erteilt werden.
Die Kirchenpflege hofft, dass mit dem vorliegenden Abschluss der Administrativuntersuchung wieder Ruhe und Frieden in der Kirchgemeinde einkehrt. Weitere Kommentare in dieser Sache werden keine abgegeben.

Bedingt durch die Corona-Pandemie sind in unserer Pfarrei viele Anlässe nicht durchführbar. Auch das Mitfeiern der Hl. Messen in der Kirche ist leider bis auf Weiteres nicht möglich. Wir freuen uns jedoch, dass der Religionsunterricht im neuen Schuljahr ab August 2020 wieder aufgenommen werden kann. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.st-mauritius.ch

In der Hoffnung, dass die Normalität in der Pfarrei St. Mauritius bald wieder einkehren möge, freuen wir uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen.

Die Kirchenpflege der Röm.-kath. Kirchgemeinde St. Mauritius im Furttal

Bericht über die Administrativuntersuchung liegt vor

Letzten Juli hatte die Aufsichtskommission der Katholischen Kirche im Kanton Zürich wegen mehrerer Beschwerden gegen die Kirchenpflege der Kirchgemeinde Regensdorf eine Administrativuntersuchung eingeleitet. Das Ergebnis liegt nun vor.  

Als Oberaufsichtsinstanz über die Kirchgemeinden ersuchte der Synodalrat die Aufsichtskommission, die zahlreichen und teilweise auch öffentlich erhobenen personal- und strafrechtlich relevanten Vorwürfe von Mitarbeitenden und Kirchgemeindemitgliedern abzuklären. Dies geschah in Absprache mit dem Delegierten des Apostolischen Administrators für die Bistumsregion Zürich/Glarus, Josef Annen.

Die Aufsichtskommission hatte umgehend eine Administrativuntersuchung angeordnet, welche durch eine externe Fachperson durchgeführt wurde. Da eine Vielzahl von involvierten Personen befragt werden musste und die abzuklärenden Sachverhalte sehr komplex waren, verlangte die Untersuchung viel Zeit. Aufsichtsrechtlich relevante Verstösse wurden nicht festgestellt, weshalb ein Einschreiten der Aufsichtsbehörde nicht angezeigt ist.

Dies sind die zentralen Ergebnisse der Untersuchung:

  • Die Vorwürfe des Mobbings und der systematischen Verletzung der personalrechtlichen Fürsorgepflicht wurden nicht erhärtet, wenn auch Verhaltensweisen geschildert worden sind, welche eine Verletzung der Fürsorgepflicht darstellen könnten. 
  • Bei den befragten aktuellen und vor allem ehemaligen Mitarbeitenden handelte es sich im Wesentlichen um solche, welche dem Führungsstil des Pfarrers kritisch gegenüberstehen. Diese Kritik wurde gegenüber der Untersuchungsleitung sehr offen und auch teilweise mit Nachdruck geäussert und ist ernst zu nehmen. 
  • Es haben sich keine Hinweise dafür ergeben, dass Mitarbeitende durch den Pfarrer oder die Kirchenpflege in aufsichtsrechtlich relevanter Weise schikaniert, ausgegrenzt, gedemütigt, beleidigt, bedroht oder verleumdet würden. 
  • Bei den festgestellten Konflikten handelt es sich vorab um unterschiedliche Ansichten betreffend Kompetenzverteilung und Umgangston, welche durch Pfarrer und Kirchenpflege zu analysieren sind, welche aber in keiner Weise ein Mass bzw. eine Qualität erreichen, welches ein Einschreiten der Aufsichtsbehörde als angezeigt erscheinen lassen würde. 
  • Die Kommission empfiehlt den Verantwortlichen zu prüfen, welche Massnahmen möglich und angezeigt sind, um solchen unterschiedlichen Ansichten inskünftig gerecht zu werden. Dies ist Sache der Kirchenpflege, des Pfarrers und allenfalls dessen innerkirchlichen vorgesetzten Stellen. 
  • Bezüglich der Führung und Organisation von Kirchgemeinde und Pfarreiarbeit im Allgemeinen hat sich ergeben, dass Kirchenpflege und Pfarrer effizient zusammenarbeiten und gute Leistungen erbringen. 
  • Der Pfarrer wurde in gültiger Wahl rechtskräftig gewählt, wobei zu diesem Zeitpunkt die Person des Pfarrers sowie seitens einiger Personen gegen ihn bestehende Vorbehalte bekannt waren. Treten keine wesentlichen Rechtsverletzungen zu Tage, so ist es nicht Sache der Aufsichtsbehörde, eine gültige demokratische Wahl nachträglich aufzuheben. Dies gilt auch dann, wenn die kritischen Kirchgemeindemitglieder eine nicht unerhebliche Minderheit darstellen.

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes können über konkrete Vorwürfe und die Details der Ergebnisse der Administrativuntersuchung keine weiteren Auskünfte erteilt werden.

Stellungnahme der Kirchenpflege zum Bericht:

Die Kirchenpflege der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Regensdorf nimmt den Bericht über die Administrativuntersuchung mit Befriedigung zur Kenntnis. Die schweren Vorwürfe, mit denen sich die Kirchenpflege und der Pfarrer konfrontiert sahen, haben sich nicht erhärtet. Der Kirchenpflege und dem Pfarrer werden eine effiziente Zusammenarbeit und gute Leistungen attestiert. 

Die Kirchenpflege hofft, dass mit dem vorliegenden Abschluss der Administrativuntersuchung wieder Ruhe und Frieden in der Kirchgemeinde einkehrt. Weitere Kommentare in dieser Sache werden keine abgegeben.

Die Kirchenpflege der Kath. Kirchgemeinde St. Mauritius im Furttal

Ausfall des Religionsunterrichts in St. Mauritius bis Juli 2020

Die Wiederaufnahme des Unterrichts in den Schulen nach bestimmten Auflagen (wie z.B. Halbklassenunterricht) ab 11. Mai, gilt nicht für den Religionsunterricht in der Pfarrei St. Mauritius Furttal. Die vom Bund vorgeschriebenen infrastrukturell-räumlichen Vorgaben und Hygienemassnahmen erfordern eine spezielle Form und Organisation des Unterrichts, die wir leider nicht erfüllen können.

Das bedeutet, dass der gesamte Unterricht bis Juli 2020 komplett entfällt. Dies betrifft neben der Oberstufe in erster Linie die 2. und 5. Klasse. Der Religionsunterricht startet somit erst im neuen Schuljahr 2020/21 ab August – vorausgesetzt, die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen und sonstigen Massnahmen erlauben dies.

Das Pfarramt, gemeinsam mit der Kirchenpflege

Corona-Virus: Massnahmen

Dem ausführlicheren Schreiben des Bistums Chur vom 13. März 2020 und v.a. den Mitteilungen des Bischöflichen Ordinariats vom 17. März 2020 folgend und in Übereinstimmung mit den Vorschriften der staatlichen Behörden vom 16. März 2020 kommt es in der Pfarrei St. Mauritius Furttal per sofort zu einschneidenden Massnahmen. Diese gelten bis auf Widerruf und können jederzeit ergänzt oder geändert werden, falls Bund, Kanton oder die Bistumsleitung weitere Massnahmen anordnen.

1. Kirchliche Veranstaltungen

  •  Kirchliche Veranstaltungen jeglicher Art sind abgesagt. Dies gilt vorerst bis zum 19. April 2020. Dazu zählen auch alle extern und/oder ökumenisch organisierten Anlässe, Veranstaltungen oder Versammlungen, wie Senioren- oder Jass-Nachmittage, Chorproben oder ähnliches.
  • Die ökumenischen Seniorennachmittag werden über den 19. April hinaus bis einschliesslich Juli komplett ausgesetzt.

2. Gottesdienstordnung

  • Gottesdienste mit physischer Anwesenheit der Pfarreimitglieder dürfen leider nicht mehr stattfinden. Dazu zählen neben den Werktags- und Sonntagsmessen auch alle Kinder- und Familiengottesdienste, sowie die Festtage dieser Zeit (siehe dazu auch weiter unten): Verkündigung des Herrn, Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und die diesjährigen Osterliturgien.
  • Bischof Peter Bürcher hat per 13. März alle von der Sonntagspflicht entbunden.
  • Die Beichte wird zu den regulären Zeiten (Samstags von 17 bis 18 Uhr), sowie nach Vereinbarung, abgenommen. Möchten Sie ausserhalb der üblichen Zeiten beichten, wenden Sie sich bitte an das Sekretariat (043 388 70 20) oder direkt an Pfarrer Remo Eggenberger (043 388 70 30).
  • Taufen entfallen in der Zeit bis 19. April ebenfalls.

3. Öffnung der Kirche

  • Die Kapelle der Pfarrei St. Mauritius bleibt für das persönliche Gebet der Gläubigen von 7.30 bis 20 Uhr offen. Bitte achten Sie dabei auf die geltenden Hygiene-Massnahmen, vermeiden Sie den Kontakt und halten Sie Abstand zu anderen Kirchbesuchern.
  • Die Weihwasserbecken im Eingangsbereich bleiben leer. Weihwasser kann von den Gläubigen aus dem Tank in der Kapelle abgefüllt und mit nach Hause genommen werden.

4. Allgemeines zur Heiligen Messe und den Liturgien der Karwoche und Ostern (siehe dazu auch insbesondere Punkt 7)

  • Die Werk- und Sonntagsmessen, sowie alle Liturgien der Osterzeit müssen ausgesetzt werden. Wir weisen die Gläubigen jedoch darauf hin, dass Pfarrer Remo Eggenberger sowohl die tägliche Messe, wie auch die Feiertagsmessen im Namen aller Pfarreimitglieder und deren Anliegen feiert. Falls Sie spezielle Anliegen haben, können Sie uns diese per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder telefonisch (043 388 70 20) mitteilen.
  • In der Pfarrei St. Mauritius Furttal können am Palmsonntag ab Nachmittag gesegnete Zweige mit nach Hause genommen werden.
  • Osterkerzen können ebenfalls ab Ostersonntag in der Pfarrei erworben werden.
  • Bitte achten Sie auch hier auf die geltenden Hygiene-Massnahmen.

5. Religionsunterricht, Katechese, Jugendarbeit und Sozialberatung
Solange die öffentlichen Schulen geschlossen sind, finden auf allen Schulstufen keine kirchlichen Aktivitäten statt:

  • Der Religions- und Firmunterricht, Gesangsproben, der Pfaditreff, sowie alle sonstigen Anlässe aus dem Bereich Unterricht oder Katechese entfallen.
  • Ob die Firmung im Juni stattfinden wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Sobald es diesbezüglich neue Informationen gibt, werden diese veröffentlicht.
  • Die Sozialberatungen und die Jugendseelsorge können auf Grund der aktuellen Situation NUR telefonisch durchgeführt werden.

6. Erstkommunion 2020

  • Die Erstkommunion vom 3. und 10. Mai 2020 findet nicht statt.
  • Blockunterricht, Proben und alle sonstigen, geplanten Anlässe in diesem Zusammenhang finden nicht statt.
  • Ob und wann die Kommunionsfeier im grösseren Rahmen zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Sollte es diesbezüglich neue Informationen geben, erfahren Sie diese auf unserer Homepage.

7. Kommunikation

  • Aufgrund der rasanten Entwicklung der Lage ist die Druckform des Pfarrblatts forum (Ausgabe 06 und 07) nicht mehr aktuell.
  • Aktuelle Informationen werden publiziert auf www.st-mauritius.ch, sowie im Schaukasten vor der Kirche und den Aushängen im Kirchengebäude.
  • Für Auskünfte jeglicher Art, insbesondere seelsorgerliche Begleitung, Gebetsanliegen oder Unterstützung in Notfällen ist das Pfarramt unter der Nummer 043 388 70 20 erreichbar oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Allgemeinere Informationen für das gesamte Bistum Chur finden Sie auf der Homepage des Bistum.

8. Gläubige Sicht auf die Ereignisse (siehe auch: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich bin da mit euch alle Tage“ - Kirche bei Ihnen zu Hause)

In dieser schwierigen Zeit ist es eine unermessliche Hilfe, uns ganz in die Hände Gottes zu legen. Das Bistum Chur hat einige wertvolle Texte und Gebete veröffentlicht, die uns allen eine feste und unerschütterliche Stütze in der derzeitigen Situation des Leidens sind. So schreibt der “Katechismus der katholischen Kirche” über die physischen Übel (vgl. Nr. 310): “In seiner unendlichen Weisheit und Güte jedoch wollte Gott aus freiem Entschluss eine Welt erschaffen, die ‘auf dem Weg’ zu ihrer letzten Vollkommenheit ist. Dieses Werden bringt nach Gottes Plan mit dem Erscheinen gewisser Daseinsformen das Verschwinden anderer, mit dem Vollkommenen auch weniger Vollkommenes mit sich, mit dem Aufbau auch den Abbau in der Natur. Solange die Schöpfung noch nicht zur Vollendung gelangt ist, gibt es mit dem physisch Guten folglich auch das physische Übel”.

Gerade in dieser Zeit werden wir an die Machtlosigkeit und Zerbrechlichkeit der Welt erinnert - auch für uns ist die gegenwärtige Stunde eine Gelegenheit, über unsere Verletzlichkeit und Sterblichkeit nachzudenken, gerade in der Vorbereitungszeit auf die Feier des Leidens, Sterbens und Auferstehens unseres Herrn Jesus Christus. Wir können Kraft schöpfen aus dem Glauben an Gott unseren Herrn und seinen Sohn Jesus Christus, der uns nicht verlassen hat, sondern bei uns ist als unsere Tage.

Besonders das Entfallen der Messen ist für viele Gläubige ein grosses Leiden und teils schwer zu verstehen. Dem Bistum Chur und dem Bischof Peter folgend, möchten wir ausdrücklich dazu ermuntern, die Hl. Schrift zu lesen und darüber zu meditieren. Ausserdem empfehlen wir die geistliche Kommunion: Sie ist der Empfang des Leibes Christi durch den Glauben, durch das Verlangen, durch den Willen, vor allem in dem Verlangen, den Leib des Herrn zunächst geistig und bei nächster Gelegenheit auch sakramental empfangen zu können (siehe auch Enzyklika Ecclesia De Eucharistia, Nr. 56, des Hl. Papst Johannes Paul II.). Ein entsprechendes Gebet finden Sie unten und auf der Homepage des Bistum Churs.

Es besteht die Möglichkeit über die Medien an den Messen teilzunehmen und allgemein gemeinsam zu beten, wie z.B. über das Programm von Radio Maria, Radio Gloria oder den Übertragungen im Fernsehen oder geeigneter Internetportale (wie zum Beispiel: EWTN Deutschland, K-TV, Domradio (mit Livestreaming aus dem Kölner Dom), Vatikan und andere mehr).

Eine unschätzbare Hilfe ist weiterhin das Gebet des Rosenkranzes und allgemein die Hinwendung an die Jungfrau und Gottesmutter Maria. Möge unsere himmlische Mutter Maria unsere Kranken, die Ärzte, die Krankenpfleger, diejenigen, welche für das öffentliche Wohl Verantwortung tragen, sowie uns alle mütterlich beschützen!

Bitten wir Gott, dass die gegenwärtige Prüfung bald enden möge und dass wir noch mehr lernen, uns stets der fürsorgenden Liebe Gottes anzuvertrauen.

Gebet für die geistliche Kommunion:

Mein Jesus, mein Heiland, mein Erlöser. Ich glaube fest, dass Du im Allerheiligsten Altarsakrament gegenwärtig bist. Ich bete Dich in tiefer Ehrfurcht an. Ich liebe Dich über alles und meine Seele sehnt sich danach, Dich in mein Herz aufzunehmen.

Da ich Dich jetzt nicht in der Heiligen Kommunion empfangen kann, bitte ich Dich, komm geistig in mein Herz. Komme zu mir mit Deiner heiligmachenden Gnade. Ich will Dich umarmen und will mich ganz mit Dir vereinen.

O Jesus, lass nicht zu, dass ich mich jemals von Dir entferne.

Amen.

Wir wünschen allen Pfarreiangehörigen alles Gute und Gottes Segen!