Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern. (Mt 10,27)

 

 

 

 

Herzliche Einladung zum Orgel Konzert am zweiten Adventsonntag um 17.00 Uhr
Maranatha, komm Herr Jesus!

Das Programm des Konzertes hat als Leitfaden das nahe Kommen Jesu, was genau zum Advent passt. Jedoch geht es auch um Sein zweites Kommen... darum rufen wir: Maranatha! Sein Kommen als Emmanuel ­Gott mit uns­ erfolgte durch das „JA" der Jungfrau Maria, deshalb läuft dieser musikalische-­inhaltliche Faden auch durch sie. Genau dies will die besondere Ikone auf dem Titelbild (Muttergottes vom Zeichen) zum Ausdruck bringen.

Der gregorianische Choral „Ave Maris Stella“ ist die marianische Komplet Antiphon ­neben „Alma Redemptoris Mater“­ der Adventzeit. Davon hören wir zwei Orgelbearbeitungen, von Girolamo Frescobaldi und Jean Titelouze. Auch von Titelouze die Orgelbearbeitung eines anderen Gregorianischen Chorals des Advents, „Conditor alme siderum“, Hymnus der Vesper.

„Nun komm, der Heiden Heiland“ ist ein Adventslied Martin Luthers (1483–1546), das auf den altkirchlichen Hymnus “Veni redemptor gentium“ des Ambrosius von Mailand (339–397) zurückgeht. Der Lutherchoral war jahrhundertelang das lutherische Hauptlied der Adventszeit und ist vor allem in der Barockzeit unzählige Male für Orgel, Chor und andere Besetzungen bearbeitet worden. Von Johann Sebastian Bach und Nicolaus Bruhns hören wir im Konzert einige Choralbearbeitungen für Orgel.

Die Ikone „Muttergottes vom Zeichen“

ikoneDie Ikone der Muttergottes vom Zeichen ("Znamenie") ist eine der ältesten Mariendarstellungen. Wir sehen die Allheilige Gottesgebärerin mit zum Gebet erhobenen Händen und vor ihrer Brust manchmal in einer Art Medaillon Christus, mit der rechten Hand segnend, in der linken Hand eine Schriftrolle, als Zeichen, dass Er das fleischgewordene Wort Gottes ist. Sie zeigt höchstwahrscheinlich Maria bei der Verkündigung durch den Engel. Es ist der Augenblick, in dem sie spricht: "Mir geschehe nach deinem Wort", und dieses Wort in ihr Fleisch anzunehmen beginnt. Hier erfüllt sich die Weissagung des Propheten Jesaja, welche diese Ikone verkörpert: „Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben“. (Jes 7,14).

Maria ist das Zeichen, das Gott der Menschheit schenkt, um Hoffnung und Erlösung in die Welt zu bringen. Maria ist die „Muttergottes vom Zeichen“, die den Sohn, der von der Menschheit erwartet wird, empfängt und gebärt, damit er Heil unter alle Völker bringt. Seine volle Erfüllung findet das von Jesaja angekündigte Zeichen in der Geburt des Gottessohnes aus der Jungfrau Maria. Gott schenkt allen Völkern sein Heil und erweist sich als der „Gott mit uns“ für alle Menschen. Jeder Mensch kann Gottes rettende Gegenwart erfahren. Die Gottesmutter wird in der Ostkirche manchmal als Platytera (größer als der Himmel) bezeichnet, weil sie den in ihrem Schoß getragen hat, den die Himmel nicht fassen können. Die drei Sterne auf dem Gewand symbolisieren ihre Jungfräulichkeit vor, während und nach der Geburt Jesu Christi.

Die Ikone erinnert uns daran, dass sich hier noch im Leib seiner jungfräulichen Mutter, eingeschlossen in die Entsagung dieser Welt und gekleidet in die Erbärmlichkeit und Einfachheit des menschlichen Fleisches, der Hohepriester des neuen Bundes verbirgt: Christus, der König der Könige und Herr der Herren, Immanuel, Gott mit uns.

Mögen diese Ikone und das Programm des Konzertes uns helfen, das Leben, das von Gott kommt, zu Gott zurückgeht und Gott gehört, als ein kostbares, unantastbares Gut zu schätzen, schützen und für das Kommen des Reichs Gottes einzusetzen.

Die Kollekte dieses Konzertes wird für den Verein „Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind“ eingezogen, welcher sich ganz fest für das Leben des Kindes im Mutter Leib – siehe Ikone engagiert.

Vergelt's Gott für Ihre Spende!

Flyer 1