Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
(Mt 11,28)

 

 

 

 

 Beichtgelegenheiten in unserer Pfarrei:

Jeweils samstags von 17.00–18.00 Uhr sowie
jeden 1. Freitag im Monat (Herz-Jesu-Freitag) von 20.00 – 21.00 Uhr

Die modernen Geisteswissenschaften, vor allem Psychologie/Psychotherapie, haben die Wertschätzung für das Sakrament der Vergebung neu entdeckt. Im seelischen Heilungsprozess ist es von zentraler Bedeutung, dass der seelisch gekränkte Mensch die Erfahrung macht, dass es ihm vergeben wird und dass er selber verzeihen lernt. Somit kann die Versöhnung mit den Mitmenschen, mit Gott und mit sich selber stattfinden. Denn wer nicht vergeben kann, bleibt in seiner Vergangenheitsproblematik gefangen.

Die Schulderfahrung ist eine der Grunderfahrungen menschlicher Existenz. Aus unserer Schwäche machen wir uns schuldig und/oder werden zum Opfer der Schuld anderer. Die Versöhnung bedingt, dass sich der Mensch seiner Schuld stellt, ohne sich dabei selber zu entwerten, als Ausdruck seiner Menschenwürde und Mitverantwortung.

beichte


Das Sakrament der Versöhnung erfolgt in vier Schritten

1. Selbstprüfung

Früher nannte man dies „Gewissensforschung“. Gott möchte uns das „Leben in Fülle“ schenken, aber wir weigern uns oft.

2. Verantwortung übernehmen

Früher nannte man diesen Akt die „Reue“. Grundsätzlich geht es darum, dass man den eigenen Anteil an Verantwortung einsieht und übernimmt.

3. Übungsprogramm

Früher einmal nannte man dies „Vorsatz“ oder „Bussenleistung“. Es geht aber nicht um ein „Abzahlen“, sondern um eine innerliche Wandlung, Umkehr und Reifung. Dabei gilt es, kleine und konkrete Schritte ins Auge zu fassen.

4. Vergebung

Unbewusst befürchten alle Menschen, dass jede Schuld bezahlt werden muss. Es geht also darum, dass wir an Vergebung Gottes glauben. Denn die Vergebung ist nichts anderes als ein Ausdruck der grenzenlosen Liebe Gottes!

 

Buchempfehlung: Anselm Grün, Die Beichte – Feier der Versöhnung, Vier-Türme-Verlag 2001.